| Werksätze |

Ausstellung in der Galerie zia maria vom 1. November 2017 bis 22. Febraur 2018

In ihren Wandreliefs setzt Frederike Kintscher Buchtexte und daraus entstehende Gefühlsbewegungen

in dreidimensionale skulpturale Formideen um.

Sie erschafft dabei Werke von eigener Dynamik, die sich im Raum inszenieren.


Ende der Einsamkeit – Triptychon

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Ende der Einsamkeit – Triptychon Teil 01

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· „Das hier ist alles wie eine Saat. Das Internat, die Schule, was mit meinen Eltern passiert ist.

Das alles wird in mir gesät, aber ich kann nicht sehen, was es aus mir macht.

Erst wenn ich ein Erwachsener bin, kommt die Ernte, und dann ist es zu spät.“

· „Sie liebte bedingungslos, verschwendete sich bedingungslos, scheiterte bedingungslos. Und ich?“

· „Nie den Mut gehabt, sie zu gewinnen, immer nur die Angst, sie zu verlieren.“

Zitat aus „Vom Ende der Einsamkeit“

von Benedict Wells | Diogenes Verlag AG Zürich | 24. Februar 2016 | Seite 67, Seite 120-121

2017, Acryl, Bristolkarton, Preis auf Anfrage


Ende der Einsamkeit – Triptychon Teil 02

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· Als wäre sein Zauber verflogen als wäre er plötzlich ein normaler alter Mann geworden,

mit den üblichen Ängsten und Eigenarten.

· „Mein Verstand braucht Platz,“ sagte Romanow. „Früher habe ich hier noch zwei Bücherregale gehabt,

aber anstatt zu schreiben habe ich dann gelesen, und deshalb mussten sie leider wieder weg.

lch muss arbeiten. Die Zeit fliegt.“

· So absurd mir die Vorstellung auch erschienen war, neben einem Autor zu sitzen,

den ich früher einmal verehrt hatte, so sehr motivierte sie mich. Meine Phantasie war wie ein stillgelegtes Bergwerk,

und nun fuhr ich mit der Lore hinab und war erstaunt, was man von dort unten alles zutage fördern konnte.

Zitat aus „Vom Ende der Einsamkeit“

von Benedict Wells | Diogenes Verlag AG Zürich | 24. Februar 2016 | Seite 197-198, Seite 200

2017, Acryl, Bristolkarton, Preis auf Anfrage 


Ende der Einsamkeit – Triptychon Teil 03

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· Das Leben ist kein Nullsummenspiel. Es schuldet einem nichts, und die Dinge passieren, wie sie passieren.

Manchmal gerecht, so dass alles einen Sinn ergibt, manchmal so ungerecht, dass man an allem zweifelt.

Ich zog dem Schicksal die Maske vom Gesicht und fand darunter nur den Zufall.

· Ein letztes großes Durcheinander von Gedanken und Gefühlen, wirrer Furcht und Zuversicht,

während es auch schon mit ihr davonflog, überraschend schnell und fremd und unendlich weit weg.

· Ich versuche, mich mit diesem Gedanken zu trösten, aber ich fühle ihn noch nicht.

Und ich kann nur glauben, was ich fühle.

· „Es ist … Wir sind von Geburt an auf der Titanic.“ Mein Bruder schüttelt den Kopf,

er fühlt sich bei solchen Reden unwohl. „Was ich sagen will: Wir gehen unter, wir werden das hier nicht überleben,

das ist bereits entschieden. Nichts kann das ändern. Aber wir können wählen, ob wir schreiend und panisch umherlaufen

oder ob wir wie die Musiker sind, die tapfer und in Würde weiterspielen, obwohl das Schiff versinkt. …“

Zitat aus „Vom Ende der Einsamkeit“

von Benedict Wells | Diogenes Verlag AG Zürich | 24. Februar 2016 | Seite 299, Seite 322, Seite 327, Seite 339 

2017, Acryl, Bristolkarton, Preis auf Anfrage


Brüche

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· „Ich hab überlege, was passiert wäre, wenn ich nach Frankreich gegangen wäre und dort gelebt hätte.

Wenn ich einen Unfall gehabt hätte. Wenn wir uns nie gesehen hätten. Es hat in meinem Leben so viele

Abzweigungen gegeben, so viele Möglichkeiten, ein anderer zu sein.

· „Die Frage ist, was wäre jedoch nicht anders? Was wäre das Unveränderliche in dir? Das, was in jedem

Leben gleich geblieben wäre, egal, welchen Verlauf es genommen hätte.

Gibt es Dinge in einem, die alles überstehen?“

· „Um sein wahres Ich zu finden, ist es notwendig, alles in Frage zu stellen, was man bei der Geburt

vorgefunden hat. Manches davon auch zu verlieren, denn oft lernt man nur im Schmerz,

was wirklich zu einem gehört. … Es sind die Brüche, in denen man sich erkennt.“

· „Das ist ehrlich, tut aber schon ein bisschen weh.“

Zitat aus „Vom Ende der Einsamkeit“

von Benedict Wells | Diogenes Verlag AG Zürich | 24. Februar 2016 | Seite 275-277

2017, Acryl, Bristolkarton, Fundstück, Preis auf Anfrage 


Eindrücke

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Einladung zur Vernissage

e-Flyer

Galeria zia maria – comtemporary experience

Winsstr. 21 | 10405 Berlin

Mo. – So. von 12.00h bis 23.30h

 http://zia-maria.de