Zebras

Objekt gefertigt 2015

Zitat aus „Zwei Zebras in New York“ von Marc Michel-Amadry | btb Verlag | 13. Juli 2015 | Seite 9, 47-48


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„… Ohne Magie taugte das Leben nichts. Ohne Wunschträume siegte das Böse. Menschen wie Mahmoud konnten anderen wieder Hoffnung schenken.

Mila trug ihre Chucks und Jeans, sie stand vor der Leinwand und murmelte Worte vor sich hin. Mehrdeutige Worte, Worte, die sanft wie Seide waren oder scharf wie Bürstenborsten.

Starke Worte, Worte wie Befehle und Worte wie Umarmungen. Worte, die an Spachtel, Pinsel, Farbroller und Hände gerichtet waren. Mühsam zusammengeflickte Worte.

Verwaschene, dunkle und zerkratzte Worte, Worte mit Rissen. Um zu Verstehen, was in ihrem Inneren passierte, wovon sie träumte, trat sie in Dialog mit ihren Ängsten und Sehnsüchten. Sie wusste, dass auf der anderen Seite bereits jemand war, der sie hörte. Es war die Frau, die sie werden wollte. …“